Märchen

Der gläserne Schuh

Der gläserne Schuh

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Das Märchen „Der gläserne Schuh“ stammt vom deutschen Schriftsteller Ernst Moritz Arndt und handelt vom Bauern Johann Wilde aus Rothenkirchen, der einmal einen gläsernen Schuh „fand“ und ihn seinem Besitzer nur gegen eine Entgelt wieder zurückgeben wollte. Als sich eines Tages ein Kaufmann bei ihm meldete, verlangte der Bauer als Gegenleistung für den gläsernen Schuh, dass er „in jeder Furche, die er auspflüge, einen Dukaten finde“. Gesagt getan. Jedoch hatte der Bauer mit seinem Wunsch kein Glück.

Autor:

Erschienen:
Es war einmal …: Kater Martinchen und andere Märchen

Zusammenfassung:

In der Geschichte geht es um den Bauern Johann Wilde, der einmal einen gläsernen Schuh auf einem Berge fand, wo die Zwerge zu tanzen pflegen. Er nimmt ihn mit nach Hause, weil er wusste, dass er einen Schatz gefunden hatte, den die Unterirdischen teuer zurück kaufen müssten. Der Bauer war ein sehr listiger und schlimmer Mensch und hatte auch schon einige Menschen betrogen, weshalb er im Ort nicht besonders angesehen war bzw. gemocht wurde.

Damit die „Unterirdischen“ von seinem Fund auch wissen, begibt er sich um Mitternacht zu den Bergen und schreit lauthals: „Johann Wilde in Rothenkirchen hat einen schönen gläsernen Schuh, wer kauft ihn? Wer kauft ihn?“ Eines Tages klopfte ein zierlicher Kaufmann an Johann Wildens Tür und fragt nach dem gläsernen Schuh, der auf allen Märkten begeht ist. Der Bauer will handeln und preist den Schuh als selten und kostbar und deshalb teuer an, so dass nicht jeder Kaufmann ihn bezahlen kann. Der Kaufmann lässt sich den Schuh zeigen und meint, dass der Schuh nicht ganz so selten ist, wie der Bauer meint. Er bietet dennoch 1.000 Taler für den gläsernen Schuh. Das ist dem Bauern aber nicht genug. Er verlangt, dass der Kaufmann seine „Kunst“ anwendet und es möglich macht, dass der Bauer in jeder Furche, die er auspflügt, einen Dukaten findet. Der Kaufmann willigt nach etwas Handeln ein und bekommt den Schuh.

Nun fängt der Bauer an jeden Tag sein Feld zu pflügen und er findet auch die Dukaten. Er verwendet aber all seine Zeit fürs Pflügen und seine Familie oder seine Freunde sehen ihn kaum noch. Er kauft mehr Pflüge, um noch schneller arbeiten zu können, weil er unersättlich ist. Immer vor Sonnenaufgang geht er raus und ist oft erst nach Mitternacht fertig. Das geht so Tag ein Tag aus. Hilfe will er nicht, da er den Menschen nicht mehr traut.

Bald denkt nicht nur seine Familie, sondern auch die Nachbarn, dass der Bauer verrückt geworden ist. Das Gold macht ihn nicht glücklich, denn er hält es nicht lange aus mit dem Laufen in den Furchen bei Tag und Nacht. Schon im 2. Jahr fällt er hinter seinem Pflug wie eine matte Novemberfliege Tod um. Seine Frau findet dagegen nach seinem Tod einen Schatz mit zwei große vernagelte Kisten voll Dukaten. Seine Söhne kaufen sich große Güter und werden zu Edelleute. So hat der Teufel zwar auch große Herren gemacht, aber was hat das dem armen Johann Wilde genutzt?

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