Ernst Moritz Arndt Märchen

Ernst Moritz Arndt Märchen

Der deutsche Schriftsteller, Historiker, Freiheitskämpfer und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung Ernst Moritz Arndt widmete sich hauptsächlich den Kampf gegen die napoleonische Besetzung Deutschlands Anfang des 19. Jahrhunderts. Neben seinen politischen Schriften veröffentlichte Ernst Moritz Arndt Märchen- und Sagensammlungen und gilt deshalb als ein bedeutender Lyriker dieser Epoche.

Die schönsten Märchen von Ernst Moritz Arndt

  • Das Silberglöckchen
  • Der gläserne Schuh
  • Rotkehlchen und Kohlmeischen

Das Leben Ernst Moritz Arndt

geboren: 26.12.1769 in Groß Schoritz
gestorben: 29.01.1860 in Bonn

Ernst Moritz Arndt war Sohn eines Leibeigenen, der sich bis zum Pächter und Inspektor emporgearbeitet hat. Von 1791-94 studierte er in Greifswald und Jena Theologie und Geschichte. Später war er Hauslehrer bei Gotthard Ludwig Kosegarten. Im Jahr 1798 entschied er sich dann eine Bildungsreise zu Fuß und quer durch Europa zu unternehmen. Ab 1800 arbeitete er als Privatdozent an der Universität Greifswald, ab 1805 als a.o. Professor.

Engagierter Kampf gegen Napoleon

Nachdem Napoleon die Preußen 1806 besiegte, siedelte Ernst Moritz Arndt nach Schweden über und arbeitete dort als Redakteur und politischer Schriftsteller. Noch im selben Jahr erschien der erste Teil von „Geist der Zeit“. Hierin (und weiteren 3 Bänden, die bis 1818 erschienen) analysiert er das europäische Zeitgeschehen. Zwischen 1809-11 versucht er in Greifswald und Berlin unter fremden Namen Kontakte zu preußischen Patrioten zu knüpfen. So begleitet er unter anderem den Freiherrn vom Stein 1812 als Sekretär nach St. Petersburg. Nach seiner Rückkehr widmet er sich umso mehr als Publizist und Lyriker der Vorbereitung und Unterstützung der Befreiungskriege. Dabei arbeitete er eng mit Friedrich Jahn und der Burschenschaftsbewegung zusammen. 1818 wurde er Professor der jüngeren Geschichte an der Universität Bonn.

Auch nachdem Napoleon bereits besiegt war, mahnte Arndt in seiner Zeitschrift „Der Wächter“ zum Kampf gegen die Franzosen und zur Ausweitung des deutschen Herrschaftsgebiets. Daraufhin geriet er mit seinen Ansichten in Konflikt mit der Politik der Restauration und wurde angefeindet. Fürst Metternich verbot deshalb im Habsburger Gebiet den größten Teil dieser Schriften. Im Jahr 1820 wurde Ernst Moritz Arndt dann sogar der „Teilnahme an geheimen Gesellschaften“ beschuldigt, angeklagt und in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Dieses Urteil wurde erst wieder 1840 durch den preußischen König Friedrich Wilhelm IV revidiert. Ab 1848 saß Arndt dann sogar als ältester Abgeordneter im Frankfurter Parlament und lehrte von 1849-54 wieder als Professor an der Uni Bonn.

Die Art Ernst Moritz Arndts

Ernst Moritz Arndt gilt als einer der populärsten politischen Publizisten und Dichter der „Befreiungskriege“. In seinen Gedichten und Liedern nutzte er bewußt eine derbe, an die lutherische Bibel angelehnte Sprache. Die meist kämpferischen Inhalte seiner Schriften und Verse haben aber nicht nur die vaterländische Aufbruchsstimmung der Befreiungskriege zum Inhalt. Darüber hinaus nährten sie leider auch den Glauben an deutsch-nordische Überlegenheit, gaben dem Haß einen Boden und dienten noch lange zur Kriegsverharmlosung.

Auf der anderen Seite findet man in der Arndtschen Poesie religiöse Gedichte, Zeugnisse einfacher protestantischer Frömmigkeit und bedingungslosen Gottvertrauens. Viele von ihnen findet man noch heute vertont und in den Liederkreis protestantischer Gemeinden. Seine Reisetagebücher gelten als bedeutende Beiträge zur romantischen Reiseliteratur. Er galt als empfindsamer und wacher Beobachter seiner Zeit.